Artikelserie Corporate Blogs 2: Das Firmenblog – notwendige Kenntnisse für den Start

Verfasst von Jörg Uhrzeit 13:03 . Abgelegt in bloggen

©Peter Droqba/aboutpixel.de

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Dies ist der zweite Teil der neuen Artikelserie, die zusammen mit den Blog-Nachbarn der blogprofis.de gestartet wurde und sich mit den Grundlagen von Corporate- oder Firmenblogs befasst.

Dabei handelt es sich um den Versuch, sich gegenseitig die Bälle zuzuspielen, um abwechselnd einen Artikel zu einem der vielen Aspekte dieses Themas zu verfassen. So eine Art Themen-Tennis …

 

 

Fragestellungen wie beispielsweise:

  • Welchen Stellenwert wird das Blog innerhalb der gesamten Außendarstellung des Unternehmens einnehmen
  • Soll das Blog lediglich die Unternehmenskultur ( Corporate Identity ) an potenzielle Kunden transportieren, oder dient es zur unmittelbaren Kunden-Akquise
  • Mit welchen Themen muss man sich vor dem Start auseinander setzen, um nachhaltig erfolgreich sein zu können
  • Welche grundsätzlichen Kenntnisse sind notwendig, um überhaupt ein Blog betreiben zu können

sollen neben weiteren Gesichtspunkten die Entscheidung Pro-Blog, aber auch den Start für einen Firmenblog-Neuling ein wenig erleichtern.

Die blogprofis haben sich im ersten Teil mit der Frage beschäftigt, für welchen Unternehmenstyp sich ein Blog als Kommunikationsmittel eignen kann, welche grundsätzlichen Bedingungen zu prüfen sind und welche Rolle ein Blog innerhalb des Gesamt-Marketing-Mix spielen sollte:

Passt ein Firmenblog zu uns, und welche Rolle spielt er in der Webstrategie?

Ich werde in diesem zweiten Teil die aus meiner Sicht notwendigen Grundfertigkeiten eines Firmenblog-Betreibers beschreiben.

Natürlich ist dabei klar, dass auch umfassendes inhaltliches und technisches Know-How kein Garant dafür sein können, dass vom Start weg ein überaus erfolgreiches Blog entsteht. Besitzt der Betreiber/Blogger aber ein paar Grundfertigkeiten, ist die Chance doch recht hoch, dass er es zusammen mit ein wenig Glück schafft, über die verfügbaren Stellhebel seine angepeilte Zielgruppe irgendwann zu erreichen.

Da es sich bei einem Blog, im Gegensatz zu einer “Visitenkarte im Web”, über die mittlerweile die meisten Firmen in der einen oder anderen Art und Weise im Web verfügen, um eine dynamische Webpräsenz handelt, die im Idealfall auch den Dialog mit den Interessenten und Kunden einer Firma  anfeuert, muss man sich meiner Meinung nach mit zwei Seiten der Medaille befassen: Den Eigenschaften eines Bloggers und seinen “handwerklichen” Fähigkeiten.

Welche Eigenschaften sollte man haben, wenn man sich an einem Blog versucht

Im Blog auf  seo-united.de ist vor einigen Tagen eine Umfrage zum Thema der Eigenschaften eines Social Media Managers gelaufen. Das ist vielleicht etwas weit gegriffen, aber man muss sich als Betreiber eines Firmenblogs darüber im Klaren sein, dass ein Blog wahrscheinlich den ersten Schritt auf einem neuen Marketing-Weg sein wird ( und wieder treibe ich die Social-Media-Sau ).

Basierend auf dem Ergebnis dieser Umfrage, wären folgende Eigenschaften/Charaktermerkmale für den Blog-Betreiber hilfreich:

  • Spaß am Schreiben
  • Berührungsängste mit Menschen wären nicht gerade hilfreich
  • Ein gewisses Einfühlungsvermögen wäre mehr als wünschenswert
  • Ein Blog erfordert Leidenschaft ( und manchmal auch Leidensvermögen )
  • Kritikfähigkeit ist unabdingbar ( die gelungene Reaktion auf kritische Äußerungen stellt eine der größten Chancen für nachhaltige Kundenbindung dar )
  • Durchhaltevermögen
  • die Flexibilität, sich auf überraschende oder neue Situationen schnell einstellen zu können
  • Eine hohe Motivation und permanente Lernbereitschaft
  • Ein gewisses Gespür für das zielgruppengerechte  Design des Blogs

Sollten dem zukünftigen Blogger mehrere dieser Attribute  fehlen, könnte es schwierig werden, die gesetzten Ziele zu erreichen.

Über welches Know-How sollte man verfügen

Könnte man die oben genannten Charakteristika eher als “weiche” Kenntnisse beschreiben, geht es hier doch eher um harte Fakten.

  • Umfassende Kenntnisse zum Thema des Blogs
  • Die Rechtschreibung sollte halbwegs beherrscht werden
  • Stilsicherheit in der zielgruppengerechten Ansprache wäre nicht schlecht
  • Fragen wie: Was kennzeichnet ein Blog-System – welches System eignet sich für uns,  sollten den Betreiber nicht überraschen
  • Technische Kenntnisse rund um das ausgewählte Blogsystem ( hier kommt aber auch der Grad der Lernbereitschaft zum Tragen )
  • Kenntnisse um mögliche Hosting-Varianten eines Blogs
  • Grundkenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung
  • Grundsätzliche Kenntnisse in der Beurteilung der erfolgsrelevanten Kennzahlen
  • Datenschutzrecht, Urheberrecht und rechtlich vorgeschriebene Hinweise sollte man sich zumindest anlesen

Für Teile dieser Punkte gilt, dass man sich die entsprechenden Fähigkeiten schon vor dem eigentlichen Produktiv-Start des Blogs  aneignen sollte. Einige Fertigkeiten erwirbt man zwangsläufig im laufenden Betrieb. Nicht in jedem Aspekt wird man es zur Perfektion bringen, aber zumindest muss die Bereitschaft vorhanden sein, sich die Basis-Kenntnisse anzueignen.

Diese Listen erheben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich denke, wenn man an einige der genannten Punkte einen Haken setzen kann, steht dem Start eines Unternehmens-Blogs aufgrund der Fähigkeiten erst einmal nichts im Weg.

Auf eventuell weitere zu beachtende Aspekte wird in den späteren Teilen dieser Serie noch eingegangen.

Darüber hinaus macht es sicher auch Sinn, sich vor dem Start eines wie auch immer gearteten Blog-Projekts einfach mal in der Blogosphäre herum zu treiben. Dabei wird man recht schnell feststellen, dass zu vielen relevanten Themen umfangreiche Informationen verfügbar sind … und im Zweifelsfall fragt man einfach mal höflich nach, ob einem an der einen oder anderen Stelle mal “aufs Pferd geholfen wird”.

Wie anfangs erwähnt, ist diese Ratgeber-Serie zu Corporate Blogs ein kleines Experiment, welches wir zusammen mit den blogprofis durchführen.

Dies bedeutet unter anderem, dass wir uns mit den Artikeln untereinander abwechseln werden, um möglichst viele Aspekte der Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können.

Der dritte Teil der Serie folgt also dort, sobald dieser veröffentlicht ist,  binde ich hier einen Link zum entsprechenden Beitrag ein.

Thema des ersten Teils war: Passt ein Firmenblog zu uns, und welche Rolle spielt er in der Webstrategie?

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Joerg Reintjes Hier schreibt Jörg Reintjes. Mensch, Internet-, ecommerce-, open Source-, Software-, Gadget-Fan. Neues-Ausprobierer. Familie, Neues lernen, Fitness und Currywurst - Daumen hoch! Sommerzeit, Gemüsesuppe, Benzinpreise, Opportunisten - Daumen runter! Als Blogger freue mich natürlich über jeden Kommentar. Um nichts zu verpassen, folge mir einfach per RSS-Feed, Twitter oder auf Facebook.

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