Screenshots mit PicPick, Screenpresso und Snagit

Verfasst von Jörg Uhrzeit 13:04 . Abgelegt in Software

Tool - LogosEs gibt ja so einige Programme auf der Platte, die man wirklich nur gelegentlich nutzt und die ich persönlich nur in meiner Eigenschaft als Jäger, Sammler und Allesausprobierer installiert  habe. Programme zur Erstellung von Screenshots gehören definitiv nicht in diese Kategorie. So über den Tag gesehen, capture ich mich dumm und dusselig. Ob für dieses Blog, als Ideensammlung oder auch zur Dokumentation benötige ich permanent Screenshots, um dem Hang zur Visualisierung meiner Gedanken gerecht werden zu können.

Dabei nutze ich eigentlich mehr aus Gründen der Abwechslung drei verschiedene Tools. Das sind die Freeware PicPick und Screenpresso, sowie die kommerzielle Software Snagit, die mal irgendwann in einer älteren Version für Umme zu haben war und die ich mir jetzt für den Test in der aktuellen Version 10.0 gezogen habe.

Eigentlich ist es natürlich nicht ganz sinnig diese Tools unmittelbar zu vergleichen. PicPick ist Freeware, Screenpresso gibt es in einer kostenlosen Version und in einer Pro-Variante für 21,99 € und für Snagit muss man nach der 30tägigen Testzeit immerhin 49,95 € auf den Tisch des Hauses Techsmith blättern.

Die Pro-Version von Screenpresso beherrscht zusätzlich die Erstellung von Bildschirmvideos (in der freien Version ist deren Länge auf 15 Sekunden beschränkt und das Video hat eine Kennzeichnung) und den Branding-freien Versand von Screenshots an Flickr und Konsorten. Die Testversion von Snagit ist ohne Funktionseinschränkungen nutzbar, aber eben nur 30 Tage.

Im Sinne der mir auferlegten Prozess-Effizienz habe ich mir nun vorgenommen zukünftig nur noch eines der Tools zu nutzen. Allerdings welches?

Allen Programmen ist gleich, dass Sie eine Arbeitsfläche (logisch, oder?) einen Editor und die Verwaltung der letzten Screenshots mitbringen.

Fange ich mal mit PicPick an.

PicPick - Arbeitsfläche

PicPick - Arbeitsfläche

PicPick verschwindet gleich nach dem Start im System-Tray und steht für die Benutzung im Hintergrund zur Verfügung. Möchte man das capturen von Bildschirminhalten den jeweiligen Wünschen anpassen, genügt ein Rechtsklick auf das Symbol im Tray und die “Arbeitsfläche” öffnet sich. Hier gibt es keine größeren Überraschungen. Eigentlich alles da, außer eine Option zur Aufnahme von Bildschirmvideos.

Nett sind die zusätzlichen Minitools, wie die Pipette (hier nutze ich allerdings schon aus alter Gewohnheit die gleichnamige Anwendung), ein Lineal, oder eine Bildschirmlupe.

PicPick - Editor

PicPick - Editor

Der Editor zur Bearbeitung bringt auch einiges mit. Hervorhebungen, Kennzeichnungen oder Anpassungen der Screenshots können hier komfortabel erledigt werden. Am meisten vermisse ich hier die Möglichkeit, einen Bereich mittels “Unschärfe” unlesbar zu machen. Will ja über die Screenshots nicht meine schmutzigen Geheimnisse in die Welt hinaus posaunen. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, da man die Bereiche natürlich abdecken oder ausschneiden kann … ist aber nicht so hübsch.

Fazit: Das Programm tut was es soll und das recht schnörkellos und zuverlässig.

Screenpresso verschwindet nach dem Start ebenfalls im Tray und wartet auf Arbeit.

Screenpresso - Arbeitsfläche

Screenpresso - Arbeitsfläche

Möchte man den Input hier anpassen, genügt ebenfalls ein Klick mit der rechten Maustaste auf das Symbol und es öffnet sich die übersichtliche Arbeitsoberfläche. Auch hier gibt es keine Überraschungen. “Panorama aufnehmen” ist dabei das Synonym für das capturen von Webseiten, die nach unten hin zu scrollen sind. Funktioniert, wie natürlich erwartet, prima.

Screenpresso - Editor

Screenpresso - Editor

Der Editor sieht ein wenig schmucklos aus, bringt aber auch alles Wesentliche mit. Hervorzuheben ist hier die Möglichkeit einen Bereich mit einem eigens dafür vorgesehen Werkzeug unscharf zu maskieren. Brauche ich, wie schon gesagt, immer wieder mal.

Fazit: Auch ein nettes capture-Tool, dass schon in der freien Version zuverlässig das tut, was es soll.

Snagit, dass Capture-Monster innerhalb dieses Trios.

Das Programm öffnet nach dem Start eine Arbeitsoberfläche, die mit der angeboten Optionsvielfalt zunächst erschlägt.

Snagit - Arbeitsfläche

Snagit - Arbeitsfläche

Vorab sei gesagt, das die Arbeitsfläche über das “Kreuz” ebenfalls in den Systray verbannt werden kann und dort über einen Rechtsklick analog zu den beiden anderen Programmen auch die Einstellungen für den kommenden capture-Vorgang aufgerufen werden können.

Die Arbeitsfläche vermittelt schon einen ersten Eindruck dessen, was diese Programm unter Bildschirmaufnahmen versteht … nämlich alles. Ohne im Detail auf alle Funktionen einzugehen kann ich nur sagen, dass in dem Programm alle wahrscheinlichen und unwahrscheinlichen Konstellationen an capture-Anforderungen abgedeckt werden.

Der “einfache” Screenshot wird über das Profil “All in One” abgedeckt. Hier hat man über ein Profil die Möglichkeit einen Bereich, ein Fenster oder einen zu scrollenden Bildschirminhalt einzufangen. Wobei ich hier sagen muss, dass die Option “Scrollbildschirm” bei mir nicht den ganzen vertikal zu scrollenden Bereich aufgenommen hat. Hier musste ich über die Option “Input” – “Erweitert” – “benutzerdefiniertes Scrolling” gehen, um ein zufrieden stellendes Ergebnis hinzubekommen. Das funktioniert dann aber auch perfekt.

Ob man vertonte!!! Videos von Bildschirmaktionen, Webseiten als PDF mit aktiven Links oder nur die dann bearbeitbaren Texte aus Webseiten ziehen möchte. Alles wird angeboten und funktioniert einwandfrei. Über Modifikationen in den Profileinstellungen für “Input”, Output” oder “Effekte” kann man sämtliche vordefinierten Profile noch nach eigenem Gusto modifizieren. Muss man sich einfach anschauen und ausprobieren.

Snagit - Editor

Snagit - Editor

Der Editor ist ähnlich mächtig und bietet wirklich alle Möglichkeiten, um die Screenshots den eigenen Wünschen anzupassen oder weiter zu bearbeiten. meine heissgeliebte Unschärfefunktion, Markierungs-Stempel, grafische Tags oder was auch immer .. alles da und im schnellen Zugriff. Ziemlich großes Kino.

Der Tatsache des Funktionsumfangs geschuldet, wird auch ein 191!!-seitiges deutsches Handbuch zum Download angeboten.

Fazit: Snagit ist der “Rundum-Glücklichmacher” der als Capture-Tool wirklich keine Wünsche offen lässt.

… und worauf lege ich mich jetzt fest? 49,95 € ist natürlich schon ein Wort, aber auch wiederum nicht soviel, dass dafür ein Kleinkredit aufzunehmen ist. Außerdem capture ich wirklich permanent. Werde das mal sacken lassen und die 30tägige Testperiode auslutschen. Danach treffe ich dann eine Management-Mäßige Entscheidung ;-).

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Joerg Reintjes Hier schreibt Jörg Reintjes. Mensch, Internet-, ecommerce-, open Source-, Software-, Gadget-Fan. Neues-Ausprobierer. Familie, Neues lernen, Fitness und Currywurst - Daumen hoch! Sommerzeit, Gemüsesuppe, Benzinpreise, Opportunisten - Daumen runter! Als Blogger freue mich natürlich über jeden Kommentar. Um nichts zu verpassen, folge mir einfach per RSS-Feed, Twitter oder auf Facebook.

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